Der Arbeitskreis Japan-Bibliotheken wurde im Juli 1995 von der Abteilung
Japanologie des Ostasiatischen Seminars (OAS) der Universität zu Köln
und dem Japanischen Kulturinstitut in Köln ins Leben gerufen. Obgleich
zunächst mit dem Zweck gegründet den Informationsaustausch bezüglich
der elektronischen Katalogisierung in japanischer Originalschrift zu
fördern, weitete der Arbeitskreis, wie die Sitzungsprotokolle unserer
Homepage lebhaft bezeugen, den Informationsfluß und die Kooperation auf
alle Gebiete aus, die in irgendeiner Weise mit dem Unterhalt
japanbezogener Bibliotheken in einer Beziehung stehen.
Regelmäßige Arbeitstreffen, die im Mittelpunkt der Aktivitäten des
Vereins stehen, wurden in Köln bis einschließlich des Jahres 1997 drei
Mal und seitdem zwei Mal jährlich abgehalten. Seit dem Jahr 2001 werden
die Treffen abwechselnd in einer der Teilnehmerbibliotheken abgehalten.
Die Teilnahme am Arbeitskreis ist kostenlos. Jeder, der sich für
gedruckte japanische Materialien aus Japan sowie für Bibliotheken mit
Beständen zu Japan interessiert, kann an den Sitzungen des
Arbeitskreises teilnehmen. Alle Aktivitäten des Vereins beruhen auf dem
freiwilligen Engagement seiner Mitglieder.
Zu den weiteren Aktivitäten des Arbeitskreises gehört die auf Initiative des Japanisch-Deutschen Zentrums zu Berlin herausgegebene Publikation
des Verzeichnisses "Japanbezogene Bibliotheken im deutschsprachigen Raum
(Doitsugoken Nihon shiryô toshokan)". Um aktuelle Informationen zu
Bibliotheken mit japanbezogenem Bestand aus dem deutschsprachigen Raum
anbieten zu können, wurden zu seiner Erfassung Umfragen unter den
betroffenen Bibliotheken durchgeführt. Mit Unterstützung des
Japanisch-Deutschen Zentrums zu Berlin und
des Japanischen Kulturinstituts
in Köln wurde das Verzeichnis in den Jahren 1996, 1999 und im Jahr 2002
in der dritten Auflage unter dem jetzigen Titel veröffentlicht. Seit
dem Dezember 2004 sind die Daten auch über die Internetseite des
Arbeitskreises (dt. Version) öffentlich zugänglich. Die Daten werden zur Zeit einzeln nach Meldung der teilnehmenden Bibliotheken erneuert.
Im November des Jahres 2000 fand mit Unterstützung der Japan Foundation
im
Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin das Symposium "Informationen zu
Japan im 21. Jahrhundert : neue Aufgaben für die japanbezogenen
Bibliotheken im deutschsprachigen Raum" (21 seiki niokeru Nihon jôhô)
statt. Auf diesem Symposium wurden Vorträge zur Erwerbung und Nutzung
originalsprachlicher japanischer Materialien in deutschen Bibliotheken
gehalten, die in den Serien "Berurin Nichidoku sentâ hôkokushû ; Bd.
25" sowie "Veröffentlichungen des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin ;
Bd. 44" erschienen sind.
Im Oktober des Jahres 2001 gab es für die in den entsprechenden
Bibliotheken tätigen Mitarbeiter, die daran Interesse hatten, in Köln
eine Schulung zur Katalogisierung in NACSIS-CAT. Die Schulung, die damit
zum ersten Mal in Europa abgehalten worden war, wurde gemeinsam von der
Abteilung Japanologie des Ostasiatischen Seminars (OAS, Köln), dem
Rechenzentrum der Universität zu Köln, dem National Institute of
Informatics sowie dem
Japanischen Kulturinstitut in Köln
durchgeführt. Bei der zweiten gemeinsam vom Japan-Zentrum und dem
Leibniz-Rechenzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) im Juli
2002 abgehaltenen Schulung, deren Durchführung finanziell vom National
Institute of Informatics, der Universität München und der Japan
Foundation unterstützt wurde, wurde neben einem Kurs für Anfänger
zusätzlich ein Kurs für Fortgeschrittene angeboten. (siehe die
Webseite "NACSIS-CAT kôshûkai")
Auf Anregung des Japan-Zentrums der Universität Marburg wurde eine
Initiative zur gegenseitigen Zustellung von Zeitschriftenaufsatzkopien
im Kreis der Japan-Bibliotheken ins Leben gerufen.
Um die Aktivitäten des Arbeitskreises bekannter zu machen, wurde zur
selben Zeit von seiten des Japan-Zentrums der Universität Marburg diese
Homepage eingerichtet, die auf dem Server der Universität Marburg durch
Teilnehmer des Arbeitskreises gepflegt wird.
Weiterhin wurde im Februar 2004 für Mitglieder des Arbeitskreises unter
der Leitung des Japanischen Kulturinstituts in Köln die Mailingliste
AJBibl eingerichtet. Auf diese Weise soll auch außerhalb der jährlich
zweimal stattfindenden Konferenzen der Austausch von Informationen und
die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmerbibliotheken gestärkt werden.
20.2.2008